Anwenderbericht

Anwenderbericht emz-Hanauer

IT-Internationalisierung – emz-Hanauer goes global: Vor Jahren den Grundstein gelegt

emz-Hanauer (www.emz-hanauer.de) zählt zu den weltweit führenden Zulieferern von sensorischen und mechanischen Komponenten für die Hausgeräteindustrie und ist Produzent von Haus- und Umwelttechnik. 2010 errichtete das Unternehmen ein Produktionswerk in China. Damit geht auch die IT-Internationalisierung in die nächste Runde. Denn das ERP-System wurde vor Jahren eben dafür sorgsam ausgesucht und ist bereits in den anderen Standorten des Unternehmens im Einsatz.

Das IT-Konzept von emz-Hanauer ist langfristig angelegt und auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt. Ziel ist es, einen unternehmensweiten Standard zu setzen, der die Administration und die Zusammenarbeit der IT-Abteilungen erleichtert. Es sieht eine Anbindung der ausländischen Niederlassungen an eine zentrale Firmen-IT in Nabburg vor. Dort stehen alle relevanten Server, wie die für CAQ(Computer Aided Quality)-System, PPS (Produktionsplanung)-System, Mailserver, File- und Terminalserver – und natürlich auch der für das ERP-System. Lediglich standortspezifische Daten werden aufgrund von Zugriffszeiten auf lokalen Fileservern in den jeweiligen Niederlassungen verwaltet. Der Zugriff der ausländischen Tochterfirmen auf die Daten in Deutschland erfolgt über Terminalserver. Dadurch wird sichergestellt, dass sich die Basissysteme immer auf einem einheitlichen Versionsstand befinden und nicht an allen Standorten entsprechendes Know-how aufgebaut werden muss.

Dass das Unternehmen im Jahr 2005 sich überhaupt für eine neue ERP-Lösung interessierte, lag im Geschäftsmodell begründet. Denn die Materialien werden direkt über Deutschland beschafft und fakturiert. Die Warenlieferung erfolgt entweder via Firmenzentrale oder aber direkt an die Auslandsstandorte. Das stellte das Unternehmen zunehmend vor ein Problem. So hatte es mit dem alten – nicht integrierten – ERP-System Schwierigkeiten, die Mengen- und Werteflüsse aktuell zu bestimmen und zu prüfen. Zudem machten zahlreiche Anpassungen, die im Laufe der Jahre vorgenommen wurden, einen Umstieg auf eine neuere Version des damaligen Anbieters nahezu unmöglich.

Neue ERP-Software macht den Gang auf die internationalen Märkte mit

In einem mehrstufigen Auswahlprozess entschied sich emz-Hanauer schließlich für ALPHA Business Solutions und proALPHA. „Das Paket stimmte“, erläutert Andreas Weidmüller, Leiter Controlling, Finanz- und Rechnungswesen bei emz-Hanauer. ALPHA Business Solutions sei ein Spezialist auf dem Gebiet der Geschäftsprozessoptimierung für mittelständische Unternehmen, der zudem Erfahrung in internationalen Projekten mitbringe. proALPHA sei eine Software, die alle Anforderungen für die Anbindung von internationalen Niederlassungen abdecke. So sei sie zum Beispiel eine von nur wenigen ERP-Lösungen, die einen chinesischen Sprachsatz hätten.

China ist nach dem Hauptsitz in Nabburg und den Niederlassungen in Tschechien und Mexiko der vierte Standort von emz-Hanauer, den das Unternehmen zusammen mit ALPHA Business Solutions an die zentrale Firmen-IT anbindet. Dort kommt die neueste Version von proALPHA zum Einsatz, die seit Juni 2010 auch bei den anderen Standorten im Rahmen eines Upgrades eingesetzt wird. Insgesamt können damit über 400 Mitarbeiter des Unternehmens mit der Software arbeiten. Die Anbindung des neuen Produktionswerkes in China war für emz Hanauer wichtig. „Dadurch können wir unsere Präsenz im asiatischen Raum stärken und die Lieferzeiten verkürzen“, so Weidmüller. „Wir sind buchstäblich näher dran an unseren Kunden.“

Intercompany-Anbindung sorgt für reibungslosen Datenfluss

Die Vorgehensweise der Einführung unterscheidet sich bei der Einführung in China nur in Einzelheiten von der bei den anderen Standorten – abgesehen davon, dass die Software in den ersten drei Fällen in Form eines Big Bang eingeführt wurde und China dahingehend ein „Einzelfall“ ist. „Wir führen die klassischen Anwendungen ein – Produktionsplanung, Logistik, Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung usw. Dazu kommt wie in den anderen Standorten auch die proALPHA-Anwendung „Intercompany“, welche die Geschäftsvorfälle mit unserer Firmenzentrale automatisiert und so für einen reibungslosen Datenaustausch sorgt“, erklärt Weidmüller. Einen Serverausfall oder Verbindungsabbrüche gab es bisher nicht. Dementsprechend zufrieden sei er.
Bei den Kernprozessen bleibe das Unternehmen auch in China sehr nahe am Standard. Die Einführung von proALPHA lief erwartet reibungslos ebenso die Anbindung von Drittsystemen wie die Produktionsplanungssoftware Wassermann Way oder die Qualitätssoftware Babtec CAQ. Nach dem Integrationstests erfolgte die Schulung der Anwender – im Key-User-Prinzip. Die vollständige Einführung von proALPHA in der Niederlassung in China erfolgte im März 2011.

Klarheit über Prozesse und Geschäft

Diese zeigen sich an einheitlichen Prozessen und einer größeren Transparenz. Durch die Einführung der Software in China kann emz-Hanauer auch künftig zügig und ohne Medienbrüche ein konsolidiertes Betriebsergebnis ausweisen. Prozesse und Materialflüsse aller Standorte sind nachvollziehbar und im System abgebildet.

Die hohe Integration ermöglicht schnelle Zugriffe – zum Beispiel in der Finanzbuchhaltung. So können problemlos offene Posten der einzelnen Standorte geprüft werden, da die Belege und Rechnungen zentral abgelegt und einsehbar sind.

Gerade bei der Rechnungskontrolle konnte emz-Hanauer durch hinterlegte Workflows sowohl die Durchlaufzeit als auch die Kosten reduzieren. Ähnliches gilt für die Konstruktion. Die Integration von CAD-Anwendungen in proALPHA führte zu deutlichen Produktivitätssteigerungen.

„Mit ALPHA Business Solutions haben wir in China denselben Spezialisten an unserer Seite, wie schon bei der Big-Bang-Einführung im Jahr 2006. Insofern fühlen wir uns gut aufgehoben“, bilanziert Weidmüller.