Anwenderbericht

Anwenderbericht Laborgeräte-Spezialist Fritsch

ERP-Einsatz beim Laborgeräte-Spezialist Fritsch

Mit ERP-Software an die Spitze

Mobiles-LaborDas 1920 gegründete Traditionsunternehmen Fritsch aus dem pfälzischen Idar-Oberstein hat sich dank einer konsequenten Weiterentwicklung seiner anwendungsorientierten Laborgeräte zum weltweit führenden Anbieter entwickelt. Seit der Einführung der ERP-Komplettlösung proALPHA lässt sich der Fortschritt nicht mehr „nur“ an den Produkten festmachen, sondern er gehört buchstäblich zum Programm. Denn die Software sorgt unternehmensweit für Transparenz, in dem sie jede Entwicklung und jeden Arbeitsschritt sicht- und nachvollziehbar macht. Das Unternehmen ist dadurch nicht nur effizienter, weil schneller in der Planung, Fertigung und Distribution, sondern auch außerordentlich kundenfreundlich – und das fast ganz ohne Papier.  

Die Firma Fritsch setzt schon immer auf innovative und langlebige Produkte, um die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen. Um auch eine hohe Qualität zu sichern, entwickelt und fertigt das Unternehmen seine Produkte, abgesehen von einzelnen Baugruppen, ausschließlich selbst. Ein weiterer Grund für den Erfolg: Das Unternehmen konzentriert seine Kompetenzen und seine Innovationskraft auf nur zwei Produktlinien – der Probenvorbereitung (Mahlen und Teilen) und der Partikelgrößenanalyse (Messen durch Siebung und Laserbeugung). So konnte es sich über die Jahre fast folgerichtig an die Spitze des Wettbewerbs setzen, mit einem Exportanteil von 85 Prozent. Um diesen Platz dauerhaft zu behaupten, hilft dem Unternehmen eine ERP-Lösung, mittels derer es alle Ressourcen und Abläufe steuert und abwickelt. „Wir sind auf allen fünf Kontinenten vertreten. Unsere Prozesse müssen stimmen, damit wir langfristig erfolgreich sind“, stellt Geschäftsführer Robert Fritsch klar.

Standards gesetzt und Umsatz gesteigert

Seit dem Jahr 2002 setzt Fritsch nun schon auf die ERP-Komplettlösung proALPHA, seit Anfang des Jahres 2010 in Form der aktuellen Version 5.2. Beide Male implementiert vom Spezialisten für Geschäftsprozessoptimierung und ERP-Einführung, ALPHA Business Solutions. In dieser Zeit hat sich das Unternehmen nochmals enorm weiterentwickelt. So erhielt es 2007 den Innovationspreis für seine neu entwickelte Planetenmühlen-Generation und 2008 den Industriepreis für einen neuen Laser Particle Sizer – damals wie heute das weltweit einzige Gerät, mit dem sich Partikelgrößenverteilung und Partikelformanalyse in einer Messung durchführen lassen. Zur Erweiterung der Kapazitäten folgte der Bau einer neuen Produktionsstätte, in der die komplette CNC-Teilefertigung untergebracht ist. Darüber hinaus wurde Fritsch als „Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter“ zertifiziert, einem Gütesiegel, das das Unternehmen gegenüber Zollbehörden und Kunden als „sicheren Handelspartner“ ausweist.

Die Zeichen bei Fritsch stehen auf Wachstum und Expansion. Seit 2002 hat es den Umsatz um mehr als 40 Prozent gesteigert – in erster Linie Dank seiner Produkte und Innovationen. Aber auch das ERP-System hat seinen Anteil an diesem Umsatzsprung, denn gerade die Abläufe in der Fertigung sind durch Softwareunterstützung spürbar effizienter geworden.

Effiziente Fertigung dank Planungstool

Woher die Effizienz in der Fertigung kommt, erläutert Fertigungsleiter Hermann Michel: „Mit proALPHA lassen sich unsere Abläufe durchgängig abbilden. Wir vermögen unsere Termine dadurch viel besser einzuhalten, weil wir jeden einzelnen Produktionsschritt verlässlich planen können. Wir wissen zum Beispiel immer, wie hoch unsere Auslastung ist.“ Früher, als Michel und sein Dispositionskollege noch die Plantafel nutzten, war das nicht immer gegeben. Da musste sich die beiden in Sachen Termine, freie Kapazitäten und Materialbestände oftmals auf ihr Bauchgefühl verlassen. Die Produkte wurden – basierend auf einmal festgelegten Losgrößen – auf Lager produziert. Wenn diese sich im Nachhinein als ungenau herausstellen sollten, hatte das Unternehmen schon das eine oder andere Mal mit Engpässen zu kämpfen. Bei der gegenwärtigen Fertigungstiefe und Auftragslage wäre diese Vorgehensweise kaum mehr denkbar, zumal sich auch die Anzahl der Produkte im Laufe der Jahre weiter erhöht hat.

Seit proALPHA laufen Planung und Terminierung über die APS-Anwendung (Advanced Planning & Scheduling) der ERP-Lösung. Vom Auftragseingang über die Disposition bis hin zur Fertigung gibt es daher keine Informationslücken mehr. Alle Daten stehen den Beteiligten zur Verfügung. Die einzelnen Planungsschritte sind integriert und aufeinander abgestimmt. Jede Warenbewegung wird protokolliert und im System hinterlegt. Bestände und Verfügbarkeit lassen sich daher jederzeit abrufen und synchronisieren, einschließlich der Materialbereitstellung, sodass eine Terminplanung möglich ist. Die Ressourcenbelegung ist klar und übersichtlich und die Rüstzeiten sind kurz. Für die beiden Disponenten stellt das Planungstool eine ungemeine Arbeitserleichterung dar. „Die für die Aufträge entnommenen Materialien, und manchmal sind dies bis zu 300, werden auf einem Entnahmeschein erfasst und auf einen Schlag abgebucht“, berichtet Michel. Das gehe schnell und erhöhe natürlich die Transparenz. Von dieser profitiert übrigens nicht nur die Fertigung bei Fritsch, auch die Kunden gehören zu deren Nutznießern. Denn auch Aussagen zum Liefertermin lassen sich so natürlich präzise treffen und einhalten sowie Lieferengpässe vermeiden.

Es bleibt nichts verborgen

Schneidmühlen„Unsere Fertigung ist wie ein offenes Buch“, beschreibt Michel einen Vorteil gegenüber früher. „Alles ist nachzuvollziehen und zurückzuverfolgen.“ Ein Segen ist für das Unternehmen dabei die so genannte „verlängerte Werkbank“. Fritsch hat sehr viele Teile, deren Oberflächen von externen Lieferanten zum Beispiel verchromt, beschichtet oder elektrochemisch poliert werden. Die Abwicklung erfolgt als „Fremdbearbeitung“ unter Berücksichtigung der FB-Teilenummer. Anhand eines Dispositionslaufs wird der Einkauf zur Bestellung aufgefordert, wodurch der kaufmännische Ablauf samt Durchreichung der Kosten für die Kalkulation gesichert ist. Somit ist es einfach nachzuvollziehen, wo und in welchem Fertigungsstadium sich das Teil befindet. Auch im Falle einer – bei Fritsch eher seltenen – Reklamation lässt sich über Artikel- und Seriennummer jedes einzelne Bauteil identifizieren und das fertige Endprodukt einem Produktionsauftrag zuweisen. Zur Archivierung und Verwaltung der Dokumente nutzt Fritsch die entsprechende proALPHA-Anwendung. „Wir führen kein Papier mehr bei uns im Haus. Wir archivieren alles elektronisch“, so die Aussage des Projektverantwortlichen für proALPHA, Maximilian Fritsch. Damit ist das vielzitierte papierlose Büro bei Fritsch im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen Alltag, und eine aufwändige, manuelle Verwaltung der Dokumente entfällt. Da diese zudem unabhängig von Typ und Datenvolumen erfolgt, lassen sich alle Arten von Dokumenten managen – ganz gleich, ob es sich um Belege, wie Rechnungen oder Prüfzeugnisse handelt oder um Office-Dokumente, wie Briefe und Excel-Tabellen.

Besonders die automatische Belegzuordnung spare den Mitarbeitern viel Zeit, so Maximilian Fritsch.  Belege, beispielsweise Lohn-, Material-, oder Lieferscheine, weisen bei Fritsch Barcode-Informationen auf, die während der Inventur eingescannt und via Inventurliste ins System „überspielt“ werden. Alle auf den Dokumenten befindlichen Angaben, selbst handschriftliche Notizen, sind damit unmittelbar verfügbar. Die Aufträge lassen sich so lückenlos im System archivieren und jederzeit bearbeiten. Die Mitarbeiter können zudem für jeden Vorgang eine Gesamtübersicht aller erstellten Dokumente abrufen. Über Suchschlüssel ist eine umfangreiche Recherche möglich, sodass sich sowohl die Herkunft eines Auftrags als auch jede Bestellung oder Stückliste bestimmt werden kann. Durch die Integration des CAD-Systems kann sich beispielsweise auch der Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung die dafür notwendigen Produktzeichnungen direkt an seinem Platz anzeigen lassen. „Unseren Mitarbeitern bleibt zum einen kein Dokument mehr verborgen. Zum anderen finden wir alles äußerst schnell“, freut sich Maximilian Fritsch. Für die Auswahl der Software sei das DMS ein entscheidendes Kriterium gewesen.

Große Zufriedenheit

Die Firma Fritsch ist mit der Software auf der ganzen Linie zufrieden. „Die Software hat uns schneller und effizienter werden lassen“, resümiert Maximilian Fritsch. Auch Geschäftsführer- Robert Fritsch gehört zum Kreis der Befürworter, hat er doch alle Kennzahlen des Unternehmens im Blick und Dank der Gewinnschwellenermittlung auch komplexe Aufträge exakt und aufwandsgerecht kalkuliert. Vielleicht hat er schon den nächsten Umsatzsprung im Visier.